Der Schaltsekunden-Bug und seine Folgen

Am 01.07.2012 wurde uns vom International Earth Rotation and Reference Systems Service (IERS) eine Sekunde Zeit gegeben, damit sich unsere präzise Zeitrechnung der Rotation der Erde angleichen kann.

Oracle Linux Systeme mit dem Unbreakable Enterprise Kernel rotierten ebenfalls ganz ordentlich, da sie von dem Schaltsekunden-Bug betroffen waren, der zwischen Kernelversion 2.6.26 und 3.3 existiert.  Ab 01:59:59 Uhr waren vor allem Application Server vollständig ausgelastet.

Das fällt allerdings nicht immer sofort auf. Die Server verrichteten – wenn auch langsamer – ihren Dienst. Wenn erst der Stromanbieter auf die gesteigerte Leistungsaufnahme aufmerksam machen muss, ist es meistens schon zu spät. Beim Hostingprovider Hetzner stieg die Leistungsaufnahme um knapp 1 Megawatt an. (Quelle: Hetzner)

Anstieg des Stromverbrauchs bei Hetzner während der Schaltsekunde 2012

Bei einigen Kunden schlug unser Monitoring Module Alarm, da die durchschnittliche Auslastung zu einer Standardprüfung einer jeden überwachten Maschine gehört. Im folgenden Bild ist schön zu sehen, wie ein VMware Server auf die maximale CPU-Last springt.

Schaltsekunde aus der Sicht des Monitoring

Den Betroffenen hilft in der Regel den Befehl date -s ´date´ als root auf der Konsole auszuführen oder die Maschine neu zu starten.

Verknüpfung von JIRA und Jenkins – oder: Wie erhält man gegenseitiges Feedback zwischen Ticket- und CI-System

In einer Entwicklungsumgebung entsteht schnell die Anforderung, dass man wissen will, in welcher Version nun wirklich Feature X integriert wurde oder Bug X gelöst wurde. Selbstverständlich gehört ein vernünftiges Versions- und Releasemanagement dazu, aber für die internen „Snapshot-Releases“ ist in der Regel nur die Build- und Revisionsnummer eindeutig. Folgerichtig benötigt man geeignete, automatische Workflows um sowohl zu jedem Build die betreffenden Tickets als auch bei jedem Ticket die betreffenden Builds zu ermitteln und anzuzeigen. Gleichzeitig hat dies den Nebeneffekt, dass diese Informationsverlinkung indirekt auch archiviert wird. Weiterlesen

Ein alter Bekannter – db_file_multiblock_read_count

Der Serverparameter db_file_multiblock_read_count ist einer von denjenigen, die es seit dem großen Re-Write des Oracle-Codes mit Version 6 bis in heutige Versionen geschafft haben. Bei Parametern dieser Art lauert eine Gefahr: Man denkt, den Parameter und sein Verhalten zu kennen – aber im Kleingedruckten einer neuen Oracle-Version tauchen dann plötzlich Änderungen auf, die einem das DBA-Leben manchmal schwer machen können. Weiterlesen

Monitoring Module migriert zu ExtJS 4

Das Herrmann & Lenz Monitoring Module wird momentan auf Version ExtJS 4 migriert. Die neuen Features von ExtJS ermöglichen viele neue Funktionen, wie beispielsweise das serverseitige Durchsuchen aller Entitäten, das Einsparen einiger Requests durch browserseitiges Caching, verbesserte Wiederverwendung von Code durch die neue Vererbungsarchitektur und weniger Javascript-Code, der geladen werden muss durch den Classloader. Weiterlesen